Ein Blog-Eintrag von Pia hat mich auf das Projekt 52 aufmerksam gemacht. Da mir die Idee gefällt, weil sie zur Kreativität mit dem Fotoapparat anregt, habe ich beschlossen bei dem Projekt mitzumachen. Gleichzeitig bin ich somit erstmals einer Gruppe bei Flickr beigetreten. Fotografieren tue ich meistens nebenbei, entweder mit dem Foto-Handy oder mit meiner digitalen Kompaktkamera. Da ich einerseits nicht über eine adäquate Fotoausrüstung verfüge (darunter verstehe ich eine digitale Spiegelreflexkamera mit wenigstens zwei Wechselobjektiven und externem Blitzgerät) und ich mir andererseits zu selten Zeit nehmen könnte, um mich dieser Aktivität eingehender zu widmen, würde ich Fotografieren demnach nicht als mein Hobby bezeichnen. Vielleicht entwickelt sich ja mal mehr daraus. Momentan begnüge ich mich damit eigene Fotos auf meiner Flickr-Seite zu veröffentlichen respektive Freunden und Familie dort zugänglich zu machen.
Das aktuelle Thema zum Zeitpunkt als ich Projekt 52 kennengelernt habe war das 17. Wochen-Thema (Mein Hobby). Ich hatte mir dazu bereits in meiner Fotothek dieses Foto meines Motorrads herausgesucht, als ich beim Nachlesen der Regeln folgenden Punkt bemerkte:
Auch ganz wichtig: Das Foto soll erst für diese Aktion entstehen. Nicht ein bereits älteres Foto nehmen. Sonst verfehlt die Aktion ihren Sinn und Zweck!
Deshalb beschloss ich, bis zum 18. Wochen-Thema zu warten, für das Sari dann den Begriff Technik aus ihrer Dose zog. Technik ist in unserem Leben ja eigentlich omnipräsent und als Motiv hätte ich genug technische Geräte zur Auswahl. Deshalb hatte ich mir vorgenommen, wenn möglich etwas nicht Alltägliches im Bild festzuhalten. Als ich in dieser Woche wegen eines Termins beim Arzt in die (Haupt-)Stadt musste, kam ich an einer Baustelle vorbei deren Anblick mich fesselte. Es handelte sich in der Tat um die fast vollendeten Abrissarbeiten des in Luxemburg-Stadt altbekannten Kinos Marivaux, das im Jahre 1928 eröffnet worden war und in dem ich auch gelegentlich Vorführungen besuchte, als der Filmbetrieb noch nicht eingestellt war. Ich glaube übrigens mich zu erinnern, dass der letzte Film den ich dort gesehen habe She’s The One war, das muss wohl kurz vor der Schließung im Jahre 1997 gewesen sein.
Die stehen gelassene Ecke der Fassade vor den noch nicht weggeschafften Trümmern inmitten derer ein Bagger mit einem riesigen Arm stand bildete eine Szene die mich gleich doppelt an Technik denken ließ. Einerseits diente dieses riesige Arbeitsgerät dazu ein imposantes Gebäude, dessen geräumiger Kinosaal Hunderte von Zuschauern fasste, zu zerstören, andererseits war während dem sich über rund 70 Jahre erstreckenden Kinobetrieb ständig auch Technik im Einsatz, was allerdings nicht verhindern konnte, dass das Kino schließlich doch wegen Rentabilitätsgründen geschlossen werden musste. So hatte ich also mein Motiv für das 18. Wochen-Thema gefunden. Da ich es jedoch nicht bei einem Foto belassen wollte, habe ich aus der kleinen Serie ein Photo-Set gebildet und daraus das folgende für das Projekt 52 herausgewählt, da es sowohl die als Zeitzeuge dienende Fassadenecke wie auch das Abrissgerät zeigt. Zudem ist als Hinweis auf das Informationszeitalter schließlich auch noch das Kürzel “www” auf einem Schild zu erkennen.








{ 1 } Trackback
[...] http://blogeescht.net/2008/05/03/projekt-52-technik [...]
Post a Comment